Steuerreform – Eine zwiespältige Reform

Die FDP hat das Projekt des Staatsrates betreffs der Steuerreform und AHV-Finanzierung zur Kenntnis genommen. Wenn wir einerseits den angesetzten Gewinnsteuersatz von 13,72% begrüssen, bedauern wir andererseits, dass diese Mitteilung dem Kanton Freiburg insbesondere bei der Dividendenbesteuerung nicht erlaubt, wettbewerbsfähig zu sein. Für die FDP ist eine niedere Steuerbelastung der Unternehmen entscheidend für die Beschaffung von Arbeitsplätzen und der Attraktivität des Kantons. Unsere Partei wird sich dafür voll einsetzen.

In seinem Legislaturprogramm hat die FDPF die Notwendigkeit einer schnellen Umsetzung der Unternehmenssteuerreform hervorgehoben. Diese soll unserem Kanton erlauben, attraktiv und konkurrenzfähig zu bleiben. Die FDP weist darauf hin, dass günstige Rahmenbedingungen für die Unternehmen die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen garantieren.  


Auch wenn die FDP mit dem angekündigten Gewinnsteueransatz zufrieden ist, bedauert sie den fehlenden Mut des Staatsrates betreffs den Steuersatz auf Dividenden, die von qualifizierten Beteiligungen stammen und auf 70% festgelegt sind. Wenn es ursprünglich so aussah, als ob der Kanton für einen tieferen Steueransatz offen sei, hat die Mitteilung  vom Mittwoch enttäuscht. Es ist tatsächlich sehr wichtig, sich dem Steueransatz von 50% möglichst zu nähern. Ansonsten ist der Kanton nicht wettbewerbsfähig, was den Abgang von Investoren bewirken könnte. 


Der zu fällende Entscheid der Regierung wird den Kanton Freiburg für die nächsten Jahre positionieren. Es ist demzufolge wichtig, dass dieser Entscheid gut durchdacht und mutig ist, auch wenn die Linke mit dem  Referendum droht. In der Tat hängt die Anzahl Arbeitsplätze vom Verbleib der Unternehmen im Kanton sowie von dessen Fähigkeit ab, neue Unternehmen anzuziehen. Der Kanton Freiburg muss deshalb eine ehrgeizige Reform anstreben, begleitet von sozialen Massnahmen und Entschädigungen für die Gemeinden, welche ein Ja des Stimmvolks bei einer Abstimmung garantiert. Die Umsetzung dieser Reform, paralell zur eidgenössischen Reform, ist für Freiburg wesentlich, und die FDP wird diese unterstützen. Es geht hier um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Kantons und seiner Fähigkeit, Unternehmen anzuziehen und Arbeitsplätze zu schaffen. 

Kontakte : 
•    Sébastien Dorthe, Präsident der FDPF: 079 688 58 31 oder 026 321 10 15
•    Claude Brodard, Grossrat : 079 420 16 72

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